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Congratulations. The October labor lottery is complete. Your name was pulled. For immediate placement, report to the The Ministry of Admission at Grestin Border Checkpoint. An apartment will be provided for you and your family in East Grestin. Expect a Class-8 dwelling.
Veröffentlichung: 8 Aug. 2013
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Papers, Please kaufen

Reviews

“Buy, study, and share this game as an example of video games as true art.”
BUY – Ars Technica

“..it is absorbing, brilliantly written and causes you to question your every instinct and reaction - both in the game and in real life.”
9/10 – Eurogamer

“Papers Please is a fantastic idea, beautifully executed.”
8.7/10 – IGN

Über das Spiel

Congratulations.
The October labor lottery is complete. Your name was pulled.
For immediate placement, report to the The Ministry of Admission at Grestin Border Checkpoint.
An apartment will be provided for you and your family in East Grestin. Expect a Class-8 dwelling.
Glory to Arstotzka



The communist state of Arstotzka has just ended a 6-year war with neighboring Kolechia and reclaimed its rightful half of the border town, Grestin. Your job as immigration inspector is to control the flow of people entering the Arstotzkan side of Grestin from Kolechia. Among the throngs of immigrants and visitors looking for work are hidden smugglers, spies, and terrorists. Using only the documents provided by travelers and the Ministry of Admission's primitive inspect, search, and fingerprint systems you must decide who can enter Arstotzka and who will be turned away or arrested.

Systemvoraussetzungen (PC)

    Minimum:
    • OS: Windows XP or later
    • Processor: 1.5 GHz Core2Duo
    • Memory: 2 GB RAM
    • Graphics: OpenGL 1.4 or better
    • Hard Drive: 100 MB available space
    • Additional Notes: Minimum 1280x720 screen resolution

Systemvoraussetzungen (Mac)

    Minimum:
    • OS: OSX Mountain Lion (10.8)
    • Processor: 1.5 GHz Core2Duo
    • Memory: 2 GB RAM
    • Graphics: OpenGL 1.4 or better
    • Hard Drive: 100 MB available space
    • Additional Notes: Minimum 1280x720 screen resolution

Systemvoraussetzungen (Linux)

    Minimum:
    • Processor: 1.5 GHz Core2Duo
    • Memory: 2 GB RAM
    • Hard Drive: 100 MB available space
    • Additional Notes: Minimum 1280x720 screen resolution
Hilfreiche Kundenreviews
62 von 76 Personen (82%) fanden dieses Review hilfreich
669 Produkte im Account
11 Reviews
8.8 Std. insgesamt
Der wohl spaßigste "Papier-Kontroll-Simulator", den es überhaupt geben könnte.

Bei Papers, Please handelt es sich prinzipiell um einen recht simplen und handelsüblichen Simulator, bei dem man sich in die Rolle eines Grenzkontrolleurs versetzt, der die Ein- und Ausreisegenehmigungen der Bewohner überprüfen muss. Es klingt so unfassbar langweilig, überrascht jedoch mit einem extrem spaßigen Gameplay.

In dem Titel muss man so Arbeitsgenehmigungen, Ausweise, Pässe und auch die Anfrager selbst kontrollieren und an diesen Fehler und Hinterhalte entdecken. Bei jedem Bewohner gibt es genau zwei Möglichkeiten, der Person eine Antwort zu geben: Entweder, man genehmigt die Einreise, oder man lehnt diese ab und steckt den Bewohner aufgrund eines kriminellen Verdachts direkt in den Knast.

Für nur 8,99€ lässt sich in Papers, Please eine Menge, Menge, MENGE Zeit vergeuden, zumal der Grafikstil obendrein auch noch überaus gelungen, wenn auch schlicht gehalten ist. Auch der Humor sowie die musikalisch Untermalung tragen zu einer gelungenen Atmosphäre bei, die den Spieler zwischenzeitlich über den autoritären Ostblock-Staat nachdenken lassen, der fast schon an die DDR erinnert.

Kaufen? Ja.
Verfasst: 15 März 2014
War dieses Review hilfreich? Ja Nein
24 von 29 Personen (83%) fanden dieses Review hilfreich
53 Produkte im Account
4 Reviews
4.7 Std. insgesamt
Endlich ist es soweit. Ich habe meinen Traumjob bekommen.
Leider konnte ich mich auf diesen nicht bewerben – die Staatsführung hielt ihn nicht für besonders erstrebenswert und zwangsrekrutierte auf die schnelle Grenzbeamte über eine Lotterie.

Umso besser, ich diene meinem Land und erledige einen Job den sonst eh keiner machen möchte.
Als Kontrolleur einer der ersten Grenzposten Arztotzka'.

Die Grenzen unseres schönen Landes waren bislang vor dem Abschaum der Welt sicher, nun jedoch soll sich etwas ändern.

Ich bekomme also die Aufgabe Pässe, Arbeitsgenehmigungen, Impfpässe, Einreiseerlaubnisse und ähnliches zu kontrollieren und deren Echtheit zu prüfen. Gegen eine leider eher schlechte Bezahlung. Von dieser muss ich meine Angehörigen durchfüttern (Warum zum Teufel wohnen mein Onkel und meine Schwiegermutter bei mir?), Die Miete bezahlen und für Heizkosten aufkommen.
Dies kann schnell zu einem Kraftakt werden, denn ich bekomme keinen festen Stundenlohn, sondern werde für die korrekte Bearbeitung pro Antragssteller entlohnt.
Ohne Einlernzeit ein Anfangs schwieriges Unterfangen.
Meine Karriere lies sich jedoch nicht durch den plötzlichen Tod meines Onkels, meiner Schwiegermutter und meines Sohnes stoppen, die sich in der unterkühlten Wohnung sehr schnell den Tod holten. Gut, um den kleinen war es etwas schade, aber wenn jetzt schon die Schwiegermutter weg ist wars das Wert.
Meine Holde hats schließlich überlebt und wir konnten uns durch das gesparte Geld eine nettere Wohnung leisten.

Da wäre noch deutlich mehr drinnen gewesen, schließlich wurden mir Unmengen an Bestechungsgeld angeboten. Hab' ich aber lieber verbrannt. Unsere Staatsführung hat schließlich überall ihre Augen.
Immerhin weiß man meine Arbeit zu würdigen. Ich habe schon 2 Auszeichnungen für meine Wand erhalten. Der Beauftragte des Außenministers hat sie mir selbst übergeben und mich dabei zutiefst gelobt – gut, er meinte es gebe noch Verbesserungspotential und er lässt mir die Auszeichnungen als Motivation da... - Ja, gut... er meinte sogar ich würde meinen Job lausig machen... Aber ich habe diese verdammten Auszeichnungen wirklich verdient! Mein Job ist nicht leicht. Jeden Tag steht eine gigantische Schlange vor der Grenze und möchte rein – und das unter Zeitdruck... Da sind auch noch Terroristen dabei, die in aller regelmäßigkeit Anschläge verüben. Einer hat sogar meinen Freund getötet... Ich hatte ihn im Visier, aber keine Munition mehr – sie kamen schließlich zu dritt und aus meinem kleinen Grenzhäuschen ist das Zielen nicht immer so leicht...
Hat mich schlimmer getroffen als der Tod meines Sohnes... Ich glaube langsam echt der Job verändert mich. Ich habe ihm sogar geholfen eine alte Freundin über die Grenze zu lassen, Elisa glaube ich hieß sie. Er hat mir davor ein Medaillon mit ihrem Konterfei gegeben, damit ich sie auch erkenne. Es war die Form eines Herzens.
Die beiden haben sich doch gerade erst wieder gefunden und dann kommt so ein mieser Terrorist...
Zumindest ist Elisa jetzt sicher. In ihrem Land hätte man sie umgebracht hat sie mir gesagt...

Ich weiß um ehrlich zu sein nicht genau wie es weitergehen soll. Immer wieder kommt jemand aus so einer Art Sekte und überreicht mir kryptische Anweisungen und schiebt dabei einen Geldstapel über den Tresen. Bisher habe ich diese Anweisungen immer ignoriert.
Aber langsam frage ich mich ob sie nicht recht haben und ich tatsächlich diesen Attentäter ins Land lassen soll, der den Minister töten wird.
Nein! Ich muss diese Gedanken verdrängen. Ich muss weiter machen. Schließlich muss ich mich noch um meine Frau kümmern und die Grenzen von Arstotzka sicher halten.

Meine Arbeit hat sich zumindest schon etwas gelohnt. Viele wollten Waffen oder Drogen ins Land schmuggeln. Zum Glück musste ich diese Leute nicht abtasten... aber sie Nackt in einer Kammer zu fotografieren war auch verstörend.
Vorallem dieser Jorji... Ihn habe ich glaube ich in den letzten Tagen öfter Nackt gesehen als meine Frau. Dieser Typ versucht es immer wieder. Zumindest bleibt er dabei freundlich, anders als viele andere. Er versteht wenigstens dass ich meinen Job mache und meine Mitbürger verteidigen möchte.
Er hat es mir noch nicht einmal übel genommen dass ich ihn mehrmals in Arrest stecken lies.
Dieser Jorji... Ich glaube unter anderen Umständen wäre er ein echt feiner Kerl.

Egal. Ich muss jetzt wieder an die Arbeit. Bin gespannt welche neuen Regelungen sich die Parteiführung für heute wieder ausgedacht hat. Jeden Tag ändert sich was... Mal dürfen die nein rein, mal brauchen die diese Unterlagen, mal diese. Dann muss ich den Pass von Mitbürgern aus der Altan-Region konfiszieren...
Und meine Ersparnisse sind auch bald wieder weg... Hoffentlich wird die Miete nicht teurer... Oder es kommt mal wieder so ein Besitzer eines Stripclubs.
Da hat mir einer echt 'ne handvoll Visitenkarten da gelassen und mir Geld gegeben, damit ich die an weibliche Neuankömmlinge verteile... Man, das hat sich gelohnt... Und das ist zumindest immernoch besser als das was denen in Kolechia geblüht hätte...

Ich glaube ich brauch echt kein schlechtes Gewissen haben für meine bisherige Arbeit...

Man, ich hätte mir diesen Job echt leichter vorgestellt. Hoffentlich ändert sich die Zukunft. Hoffentlich wird meine Frau nicht krank. Hoffentlich brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben...



Ein schlechtes Gewissen zu haben brauchen die Entwickler von Papers, please in meinen Augen definitiv nicht (Eine bessere Überleitung zu meinem Fazit ist mir beim besten Willen nicht eingefallen...).
Das Spiel drängt einem in aller Regelmäßigkeit zu moralisch verwerflichen Entscheidungen – aber gerade dass ist der Reiz dieses Spiels. Es artet konstant in echter Arbeit aus die Pässe und sämtlichen Unterlagen zu kontrollieren, dabei keine Fehler zu machen und auf soviele Einreisende wie möglich zu kommen – aber dieser Moment wenn man genau unter diesem Druck entscheiden muss ob man das Wohl seiner Angehörigen und sich selbst aufs Spiel, oder eben nicht, ist das was jeden Spieler Entlohnung genug sein dürfte.
Es ist eine Freude sich diese Qual anzutun.
Verfasst: 24 Juli 2014
War dieses Review hilfreich? Ja Nein
13 von 15 Personen (87%) fanden dieses Review hilfreich
364 Produkte im Account
11 Reviews
1.3 Std. insgesamt
Grenzkontrolle? Pff, wie schwer kann das bloß sein... sehr schwer und komplex.
Du lebst in ärmlichen Verhältnissen und musst Geld ranschaffen, da deine Familie friert und hungert.
Als Grenzkontrolleur musst du entscheiden - darf Person X trotz abgelaufenem Pass in das Land oder gehst du auf Nummer sicher und schickst sie weg und verzichtest auf dein Bonus-Geld...

Sehr gutes Spiel zum Zeitvertreib! Läuft zudem auf eigentlich jedem Rechner.
Glory to Arstotzka!
Verfasst: 22 März 2014
War dieses Review hilfreich? Ja Nein
4 von 5 Personen (80%) fanden dieses Review hilfreich
43 Produkte im Account
1 Review
4.6 Std. insgesamt
Man mag es kaum glauben, aber "Papers, Please", ein Spiel, in dem man im Grunde genommen lediglich nur hinter seinem Schalter hockt und Einreisedokumente überprüft, macht auf morbide Art und Weise doch auch Spaß.
Während es am ersten Tag einfach heißt "Einheimische dürfen rein, Ausländer nicht", so heißt es nach einer Woche (das Spiel ist in Tage unterteilt, an deren Beginn jew. automatisch gespeichert wird) schon "Einheimische brauchen eine ID-Karte, Ausländer brauchen eine Einreisegenehmigung, wenn Ausländer arbeiten wollen, brauchen sie eine Arbeitsgenehmigung, Diplomaten brauchen nur eine gültige Akkreditierung, Schmuggler dürfen nicht rein"... Dabei ist natürlich IMMER zu überprüfen, ob die Siegel auf den jeweiligen Dokumenten echt sind, ob die Daten wie Passnummer und Name übereinstimmen und ob die Aussagen mit den Angaben in den Dokumenten übereinstimmen.
Wer Fehler macht, bleibt zweimal ohne Strafe, danach wird einem immer mehr des dringend benötigten Geldes abgezogen... Bis man irgendwann Schwierigkeiten bekommt, Miete, Heizung und Lebensmittel für die Familie zu bezahlen...
Entsprechend lernt man seeehr schnell, dass Tickern des Faxgerätes, über welches einem Fehler mitgeteilt werden, zu hassen und ängstlich zu erwarten...

Zu dem normalen Alltag kommt dann noch die ständige terroristische Aktivität, die einem regelmäßig wertvolle Arbeitszeit stiehlt, denn die Bezahlung nach abgefertigten Personen bedeutet auch, dass man jede Minute braucht!
Und dann gibt es da noch die Entscheidungen, die an die Moral gehen... Erlaube ich der Ehefrau des vorherigen Immigranten, dessen Papiere in Ordnung waren, den Zutritt, obwohl ihr die Einreisegenehmigung fehlt? Vielleicht kriege ich dafür etwas Schmiergeld, dafür aber auch sicher eine Verwarnung? Unterstütze ich die "Freiheitskämpfer", von denen ich eigentlich gar nichts so genau weiß, die aber scheinbar meinen Heimatstaat, von dem ich aber auch nur zwielichtige Gerüchte höre, umstürzen wollen?


Alles in allem übt Papers, Please eine skurrile Faszination aus, die einen doch immer wieder ins überlegen bringt, wie man Entscheidet. Und der Ehrgeiz, endlich diese Plakette für keine einzige Verwarnung in den letzten 10 Tagen zu bekommen ist auch ein guter Motivator ;)


Verfasst: 5 Juli 2014
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559 von 609 Personen (92%) fanden dieses Review hilfreich
1,434 Produkte im Account
76 Reviews
2.7 Std. insgesamt
Personal Rating: "Worth playing"
Traditional Rating: 8.5/10
Genre: Indie

There are a number of themes at play in the gripping and bleak Papers, Please. It's stark and almost clinical in its execution which fits perfectly with its dystopian setting where you assume the role of an immigration inspector controlling the flow of people entering the recently opened borders of the Communistic State of Arstotzka. Arstotzka is as far flung from a utopian society as you can possibly get as your paltry daily wages are ♥♥♥♥♥ repeatedly by an ever increasing rent, the need to feed the mouths of your family and the possibility of them getting ill and requiring the need for medicine and expensive medical care.

Papers, Please is also very Kafkaesque which is only futher amplified by its almost colourless graphics and brutal take on paper bureaucracy. With Arstotka ruled by an oppressive government, every day is a constant fight for survival where your eyes, ears and mind will need to be at their most finely tuned best. The sense of impending doom that perpetuates each short play-through often looms large and from all corners. Keeping your family safe and well fed obviously feeds into this but Arstotzka is, as you would have guessed, not a happy place to live. You will often be faced with smugglers, spies and even terrorists arriving at your border gate, each determined to spread their own form of misery or joy (depending on how you view the world) should you let them through border control. These occurrences can often have devastating effects on you and your families well being.

Papers, Please is also about what is means to be human in a bureaucratic society that values work, duty and loyalty to the State above the wants, needs and concerns of its citizens. You could also argue that it's about freedom (or the loss there of) and the hollow reality of what that actually means or that it's about the demise of human compassion and how human understanding and those deep connections we all have to our fellow human man are strangled to death through totalitarian bureaucracy. There are so many thematic elements on display here that it's quite outstanding. You will often be faced with situations where your very humanity will be tested. Like life - much of this decision making that you are presented with resides comfortably in the grey and will often appear inconsequential just like the proverbial butterfly who flaps its wings in the west only to raise a tsunami in the east. Since every coin has two sides, things are never quite as simple as being black or white, good or bad. One deed could easily end up further paving the way towards hell (so often laid brick by brick with the best of human intentions) as much as another could end up being the catalyst that brings about a positive revolutionary change. Your families needs will also play heavily into this this decision making where some days, just to make up your quota so that you will have enough monies to purchase medicine for your deathly sick wife or child, you will end up condemning other citizens to their deaths.

Papers, Please games are short but exciting with the possible outcome of twenty different endings. I managed on my first play through to get arrested because I had run into the red with regards to my rent. WIth my family sent away I was left to languish in a jail cell. Starting out simply your duty is to either approve or deny a persons entry into the country by stamping their passports. Slowly - layer upon layer is added to the game. One day you will happily accept foreigners into the country with a valid passport the next - not so - as they will need to supply you with an entrance visa or work permit. Dates on permits will need to be thoroughly checked and validated and ID numbers, date of births and genders correctly matched-up with the authorities being notified (or not) should there be any discrepancies. Your days are also heavily influenced by what is occurring in the newspapers for the day so should an escaped convict arrive at your gate it is up to you to either detain them or let them through. Things get more and more complex as your desk literally starts to litter with pieces of useful information and papers about the possible citizens approaching your gate. Get it all wrong and deny a person entry or let the wrong person through and you could face the possibility of going home with a smaller wage packet should the authorities detect your transgression. It's really up to you to decide whether or not you will benefit from this which is made all the more trickier by the fact that you are on a constant timer to process the days queues. The more successful applications for entry you process the more pay you will earn.

I would have never imagined a game centered around border control and the shuffling of papers could be this thrilling but as it turns out Papers, Please is just that. It's a simple yet effective little Indie title that is well worth looking into. I am not sure of its longevity though as I imagine sooner rather than later all the different kinds of scenarios will have played themselves out and will begin to repeat which could end up diminishing the games power. But honestly I am just nitpicking here now. Papers, Please was never meant to be a 40hr epic and I am quite thankful for that. Perhaps - later down the line the game could introduce an entire new character set with senarios DLC, which would help keep things fresh. However, I am jumping ahead of myself here. I should still have a good few games ahead of me. Until then - Glory to Arstotzka!
Verfasst: 8 Juni 2014
War dieses Review hilfreich? Ja Nein
103 von 106 Personen (97%) fanden dieses Review hilfreich
741 Produkte im Account
2 Reviews
3.1 Std. insgesamt
"Papers, Please" spielt in einem dytopischen Staat, in dem der Spieler gezwungenermaßen als Grenzkontrolleur arbeiten muss. Die Beschreibung zeigt bereits: Das Haupt-Gameplayelement des Spiels besteht darin, Pässe und Anträge der Einreisenden zu prüfen und bei Fehlern "entsprechend" zu reagieren. Bei zuvielen Fehlern wirkt sich das empfindlich auf den Lohn aus, ohne den ihr eure Familie nicht ernähren könnt. Die Höhe des Lohns hängt dabei davon ab, wie viele Personen ihr pro Tag abfertigen könnt, ein bisschen Zeitdruck ist also auch dabei.

Ein Pluspunkt des Spiels ist die Atmosphäre, die von der Soundkulisse und der Grafik getragen wird. Dass der Spieler in einem Staat lebt, der frappierend an eine Diktatur erinnert, ist jederzeit spürbar. Großes Lob gebührt den Entwicklern auch wegen der Abwechslung und einiger Kniffe, sodass es trotz repetitivem Gameplay tatsächlich nicht langweilig wird! Die Abwechslung, die man dem Spiel beim ersten Blick überhaupt nicht anmerkt, ist dabei der Hauptgrund für die vielen positiven Kritiken des Spiels!

Kniff Nr. 1: Das Spiel zwingt euch zu moralischen Entscheidungen, da bei den Einreisenden - trotz vieler "Filler", die bei einem Spiel dieser Machart aber unvermeidlich sind und auch nicht negativ auffallen - auch Unikate dabei sind. Reiße ich eine Familie auseinander, nur weil die Ehefrau keinen gültigen Einreisepass hat, der zudem am Vortag noch nicht nötig war? Was mache ich mit einer Frau, die das Büro partout nicht verlassen will? Es gibt auch Momente zum Schmunzeln, etwa wenn ein vermeintlich neutraler Einreisender versehentlich zwei Pässe übergibt, die sich bis auf den Namen haargenau gleichen (da war wohl der Fälscher zu nervös - dumm gelaufen für ihn)... Das Schmunzeln bleibt aber gleich wieder im Halse stecken, wenn man zusieht, wie er von Wachen abgeschleppt wird - und die Wachen reagieren IMMER auf euren direkten Befehl, sodass ihr dafür verantwortlich seid! Ihr könnt euch allerdings einen gewissen Handlungsspielraum erlauben, ohne dass das Konsequenzen bzgl. Lohn hat, und diese gezielt einsetzen, um z.B. die vorher erwähnte Frau, die das Büro ohne gültigen Stempel nicht verlassen will, eventuell doch durchzulassen...

Kniff Nr. 2: Das Spiel ruht sich nicht auf das Gameplayelement aus, sondern erzählt auch eine Story. Die Hürden für eine bewilligte Einreise werden schlagartig höher, wenn am Vortag ein terroristischer Anschlag stattgefunden hat. Außerdem bekommt ihr nach und nach Besuch von Leuten, die euch irgendwie an einer Revolution einspannen wollen. Ganz blind ist dabei auch der Staat nicht, der hin und wieder Vertreter vorbeischickt und euch stellenweise kleinste Vergehen gleich als Landesverrat vorwirft. Arbeitet ihr lieber für "Vater Staat", oder doch lieber als verdeckter Agent für die Terroristen?

Fazit: Es ist spannend zu beobachten, wie sich das eigene Verhalten im Spiel auswirkt. Das Spiel simuliert dabei nicht weniger als eine angehende Betriebsblindheit bei Themen, die es moralisch nicht sein sollten. In gewisser Weise ist das Spiel eine Gesellschaftskritik, ohne über euer Handeln zu urteilen. Das Spiel bietet insgesamt 20(!) unterschiedliche Enden. Vorbildlich ist dabei die Speicherfunktion: Die speichert jeden Tag automatisch. Will man einen bereits gespielten Tag nochmal spielen, generiert das Spiel automatisch einen neuen Zweig. So ein Speicherfeature würde ich mir für JEDES Spiel wünschen^^...

Alles in allem kann ich das Spiel jedem empfehlen, der Interesse an Indiespielen mit neuen, erfrischenden Ideen hat. Ich gebe zu, dass ich beim Lesen des Spielprinzips trotz mehrheitlich positiver Kritiken zunächst zweifelte - mich haben dann diverse Lets Play-Videos auf Youtube eines Besseren belehrt. Und ich bin froh, diese Perle gefunden zu haben...
Verfasst: 26 November 2013
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