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Das Schwarze Auge - Demonicon erzählt die spannende Geschichte der Geschwister Cairon und Calandra, die in einer düsteren Fantasywelt zu Schachfiguren in einem unheilvollen Spiel böser Mächte werden. In einer feindlichen Umgebung voller dämonischer Einflüsse, Intrigen und Magie ist ihre Verbindung sowohl Fluch als auch Segen zugleich.
Veröffentlichung: 24. Okt. 2013
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Demonicon - The Dark Eye kaufen

Reviews

“… shaping up to be a fantastic game”
Gaming Excellence

“Demonicon may well be the RPG that both gamers and Dark Eye fans have been waiting for”
Gamercast

“Demonicon will get a lot of gamers excited”
PCGZine Issue #58

Über das Spiel

Das Schwarze Auge - Demonicon erzählt die spannende Geschichte der Geschwister Cairon und Calandra, die in einer düsteren Fantasywelt zu Schachfiguren in einem unheilvollen Spiel böser Mächte werden. In einer feindlichen Umgebung voller dämonischer Einflüsse, Intrigen und Magie ist ihre Verbindung sowohl Fluch als auch Segen zugleich. Beide sind auf der Suche nach der eigenen Vergangenheit und dabei ständigen Gefahren und Versuchungen ausgesetzt. Sie müssen tiefgreifende moralische Entscheidungen treffen, die sich auf das Wohl und Wehe ganz Aventuriens auswirken werden.

Das Schwarze Auge - Demonicon setzt zum ersten Mal das Regelwerk und die reichhaltige Welt des DSA-Universums in einem modernen Action-Rollenspiel um, das den Spieler mit detailreicher Grafik, einem orchestralen Soundtrack und einer wendungsreichen Story fesselt.

  • Wendungsreiche Story mit glaubhaften Konflikten und moralischen Entscheidungen, die Einfluss auf die Spielwelt haben
  • Actionreiches Kampfsystem, in welchem Timing und kluge Taktik über Sieg oder Niederlage entscheiden
  • Einzigartiges Magiesystem: Eine dunkle Gabe verleiht dem Spieler besondere Mächte und verändert ihn nach und nach
  • Umfangreiches Crafting-System auf Basis der DSA-Regeln, mit dem der Spieler Tränke brauen, Klingen vergiften und Rüstungen verzaubern kann
  • Detailreiche State-of-the-Art-Grafik und lebendige Spielwelt
  • Neue, unverbrauchte Schauplätze der umfangreichen, bekannten DSA-Welt

Systemvoraussetzungen

    Minimum:
    • OS: Windows XP SP3 (32bit), Windows Vista / 7 / 8
    • Processor: 2 GHz Dual-core
    • Memory: 2 GB RAM
    • Graphics: Dedizierte DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte mit 512MB VRAM und Shader Model 4.0. ATI/AMD Radeon 3800 Serie oder höher, NVIDIA Geforce 9600GT oder höher
    • DirectX: Version 9.0c
    • Hard Drive: 10 GB available space
    • Sound Card: DirectX kompatibel
    Recommended:
    • OS: Windows Vista / 7 / 8 (64bit)
    • Processor: 3 GHz Quad-core
    • Memory: 4 GB RAM
    • Graphics: Dedizierte DirectX 9.0c kompatible Grafikkarte mit 1GB VRAM und Shader Model 5.0
    • Additional Notes: Best played with Xbox 360® controller for Windows
Hilfreiche Kundenreviews
30 von 30 Personen (100%) fanden dieses Review hilfreich
26.6 Std. insgesamt
Ich hatte an anderer Stelle schon über dieses Spiel geschrieben und möchte meine Gedanken auch hier veröffentlichen, weil ich den Eindruck habe, dass dieses Spiel zu Unrecht untergegangen ist und als Budget-Titel für manche durchaus interessant sein dürfte. Dabei gehe ich erst auf spoilerfreie allgemeine Punkte für potentielle Käufer ein und verdecke die inhaltlichen Punkte.
(Ursprünglich hier: Link )

1) Erwartungshaltung
Als alter Pen&Paper-DSA-Spieler habe ich natürlich einen ganz eigenen Blick auf das Spiel. Gleich zur ursprünglichen Ankündigung stellte sich so ein "Ach Nöö"-Gefühl ein, denn ein "Diablo-DSA" konnte ich mir gar nicht vorstellen. Die Geschichte ist bekannt, der ursprüngliche Entwickler ging pleite, vom Spiel war nix vorhanden und so wurde es von Noumena/Kalypso von Grund auf neuentwickelt. Wann immer es dann Neuigkeiten zum Spiel gab, Previews, Videovorschauen etwa von der Gamestar oder den Trailer/das Intro - nie war ich angefixt. Den Trailer zum Beispiel hätte man sich ruhig sparen können: er sieht nach nix aus, wirkt für DSA-Kenner unaventurisch und für Nicht-DSA-Kenner wie ein simpler Herr-der-Ringe-Abklatsch. Das Gameplay sprach mich nicht an, es trifft einfach nicht meinen Geschmack. Aber nachdem die Drakensangreihe ein unrühmliches Ende gefunden hat und ich Satinavs Ketten wider Erwarten sehr mochte (auch Adventures sind meine Spiele nicht [diese verdorrichten Feenwelträtsel ]), musste ich mir Demonicon nun doch geben. Natürlich stilecht in der Collector's Edition ...

2) "Objektive" Bewertungskriterien
"Mei, wat is dat hässlich." Das oder so was Ähnliches wird sich vermutlich fast jeder gedacht haben, der die Spielgrafik zum ersten Mal sah. Dieser Ersteindruck relativiert sich im Verlauf des Spiels an manchen Stellen und speziell über Artdesign (gezeichnete Zwischensequenzen) und Levelgestaltung (Fachwerk-Warunk, der Sumpf) wird das Spiel hier und da ansehlich, aber im Großen und Ganzen ist die Grafik nie "state of the art". Insbesondere die Gesichter (die Augen!), manche Kampfanimationen und die, ich nenne sie mal "Himmelhintergrundbilder" - nein, schön ist Demonicon nicht.
Das Gameplay kann ich schlecht anhand vergleichbarer Genrespiele bewerten, da ich die in der Regel nicht kenne (so ein "Gears of War" oder was es da gibt). The Witcher 1 habe ich gespielt und fand in beiden Fällen, dass das actionorientierte Kampfsystem nichts für mich ist. Es ist schön, dass es nicht-kampforientierte Talente wie Sagen+Legenden, Pflanzenkunde oder Überreden gibt, aber das konsolige Hervorheben der Interaktionsmöglichkeiten wirkte auf mich eher albern.
Die Geschichte ist gut. Ich versuche, dazu hier noch objektiv zu sein, und ohne DSA-Brille (oder Maske des Meisters) ist die Geschichte an manchen Stellen schon komisch und klaut auch etwa bei Highlander/Baldur's Gate. Zudem dürfte die Hintergrundfülle, die das Spiel ausschüttet, für den Nicht-DSA-versierten nicht story-interessierten Spieler recht erschlagend wirken.
Vertonung und Musik sind gut, auch wenn die Musik sich doch oft wiederholt und manchmal in ernsten Gesprächen die falsche "nette Dorfmusik" dudelte. Zudem stimmt bei manchen Dialogen die Betonung nicht zum Kontext, ansonsten ist die Vertonung aber gut gelungen.
Bugs. Es gibt sie und sie nerven. Ich bin an einer Stelle nach einem Bosskampf zu einem früheren Spielzustand teleportiert worden und konnte von dort aus nicht weiterspielen, musste also laden (ach ja: kein freies Speichern. Nervig). Außerdem sind manchmal bei Kämpfen Gegner im Boden versunken und ließen sich nicht mehr töten, so dass ich den Speicherstand vor dem Kampf laden musste. Manche Animationen hakten. Die Bugs sind aber gut auszuhalten; insgesamt ist der Spielspaß für mich nicht beeinträchtigt gewesen. Das mag ich aber vielleicht sehr milde bewerten; ich hatte mir Gothic 3 zum Release geholt und messe daran ...
Es gibt eigentlich (für mich) keinen Wiederspielwert. Man könnte zwar manche Entscheidungen anders treffen, fährt aber von der ersten bis zur letzten Minute auf Schienen durchs Abenteuer und hat praktisch nie die Gelegenheit, vom vorgesehenen Pfad abzuweichen. Das Spiel ist, auch in der Stadt, sehr extrem schlauchig.

3) Mein Spielspaßerlebnis
Das klingt ja alles gar nicht gut, habe ich mich jetzt sehr über das Spiel geärgert? Nein! Ich hatte tasächlich viel Spaß und bin froh, dass es das Spiel gibt. Denn trotz aller angesprochenen Schwächen war ich persönlich von der Geschichte gefesselt, habe einige erinnerungswürdige Momente erlebt und hatte mit dem Spiel eine schöne Zeit. Das liegt daran, dass ich mich mit der Grafik und dem Gameplay arrangieren konnte und, ich muss es zugeben, das Spiel von mir einen dicken, fetten DSA-Bonus aufgedrückt bekommt. Vor allem kann ich dem Spiel seine Schwächen nicht übelnehmen, weil sie zum Teil Designentscheidungen sind (es ist nunmal ein Action-RPG und als Action-RPG gedacht, da kann ich ja nicht kritisieren, dass es kein taktisches Gruppen-RPG ist) und zum überwiegenden Teil dem begrenzten Budget geschuldet sein dürften. Gute Grafik kostet Geld. Hochwertige CGI-Sequenzen kosten Geld. Viele Mitarbeiter anzustellen, um mehr Animationen einzubauen, größere Levels, individuellere Gegner und alternative Lösungswege, das kostet viel Geld. Demonicon merke ich an, dass es keine AAA-Produktion ist. Ich werfe ja einem B-Movie auch nicht vor, dass nicht Brad Pitt und Angelina Jolie mitspielen, und kann trotzdem Spaß haben. Dagegen kann ich mich über ein Dragen Age 2 richtig ärgern, dessen Werbekampagne sicher schon teurer war als das Budget von Demonicon.

4) Spoiler
Für DSA-Spieler ist Demonicon ja schon ein Leckerbissen. Auch wenn Manches unaventurisch ist. Mir persönlich sehen zum Beispiel die Rondrianer zu antik aus, ich hätte sie mir etwas "ritterlicher" gewünscht. Und das Borbaradianerkloster mit seinen 10.000 Bewohnern ist für Aventurien einfach völlig überdimensioniert. Aber das düstere Setting der Schattenlande wird meiner Meinung nach, auch durch dreckige und ironische Dialoge, sehr gut eingefangen. Einige Entscheidungen sind ja schon knifflig, zum Beispiel am Ende im Sumpf. Ich, ganz "Held", wollte dort zuerst der Perainegeweihten helfen und bin dann zu Ulev übergelaufen, als sie die Kranken vergiften wollte. Am Ende habe ich sie verbannt ... Die thargunitothpaktierende Schwester hat mir richtig gut gefallen; ich war überzeugt, sie würde mich verraten, aber am Ende opfert sie ihre Seele dafür, mir eine Chance zu geben ... das war mein Highlight des Spiels, weil ich das einfach nicht erwartet hatte. Das Ende kam mir zu kurz vor (nach dem Endkampf dachte ich: War's das schon?), aber die dann zum Outro einsetzende Musik passte meiner Meinung nach genau zum Spiel als Brechung der epischen Tragik der Selbstopferung meines Cairon - in den Schattenlanden gibt es kein Schwarz und Weiß und zum Heldentod läuft Pop. Recht so!
Ach ja, ich habe AZARIL getötet! Wie cool ist das denn, eine Antagonistin, die es seit 15, 20 Jahren in DSA gibt, nun in Demonicon töten zu können. Endlich wird hier mal die "offizielle" DSA-Geschichtsschreibung stark mit der Handlung eines PC-Spiels verwoben, das wünsche ich mir öfter.



5) Fazit
Mein Ratschlag gilt nur für die, die für Stärken eines Spiels auch Schwächen in Kauf nehmen und nicht zu viel Wert auf dieses "Gepolishte" von Triple-A-Spielen legen. Allen solchen DSA-Spielern empfehle ich, das Spiel zu kaufen. Allen anderen empfehle ich, vielleicht in ein Let's Play hineinzuschauen und es sich dann zu kaufen.
Verfasst: 16. April
War dieses Review hilfreich? Ja Nein
14 von 14 Personen (100%) fanden dieses Review hilfreich
30.5 Std. insgesamt
Positiv:
- düsterer Antiheld als Hauptfigur
- Setting der Schwarzen Lande
- erfrischend erwachsene und schaurig-düstere Story
- Kanibalismus, Inzest und Totenkulte
- korrekter und wiedererkennbarer DSA Hintergrund namhafte und bekannte NSC
- jung, attraktiv, untot...die schöne Latika
- mehrere Fraktionen im Spiel (Stadtwache, Kreuzerkartell, Geweihte, Prediger)
- viele Gelegenheiten die Fronten/Fraktionen zu wechseln
- optionale und abwechslungsreiche Nebenquests
- Anziehpuppe die sich je nach Rüstungsteil verändert
- vollständige professionelle Vertonung
- Mháire Stritter spricht einige weibliche Rollen
- lange und ausführliche Dialoge in denen hohe Talentwerte entsprechende Auswirkungen haben
- Dämonen Gaben
- schwerwiegende und Grenzwertige Entscheidungen die getroffen werden müssen
- gut gemachte Zeichentrick- und Renderfilme, die die Handlung erzählen und zusammenfassen
- keine automatisch regenerierende Lebensenergie und Zauberkraft wie bei Drakensang
- AP durch Einsatz von Talenten
- fast komplett Bugfrei (mit Patch 1.1)

Negativ:
- veraltete Grafik (matschige Texturen, spärliche Spezialeffekte und detaolarme Objekte)
- leider nur Cairon spielbar
- keine Charaktergeneration bei Spielbeginn
- Mana statt Astralenergie
- DSA Regeln nur abstrakt sehr umgesetzt, aber dennoch widererkennbar
- zu Arcadelastig
- Iniative ohne Bedeutung
- BE ohne spürbaren Auswirkungen
- nur Klingen- und Hiebwaffen
- keine Zweihandwaffen, beidhändiger Kampf oder Schilde
- nur Wurfmesser als Fernkampfwaffen
- kein richtiges Crafting, lediglich Verbesserungen sind möglich
- 3D Gesichter in Gesprächen mangelt es an Ausdruck
- kein freies Speichern, aber immer faire Speicherpunkte
- im höchsten der drei Schwierigkeitsgrade noch zu einfach
- AP-Vergabe noch zu hoch
- Spielabschnitt etwas zu klein geraten, sind weniger frei erkundbar und werden recycelt
- läuft nicht richtig stabil (3 Abstürze bei mir, 2 davon im Krallenmoor)
Verfasst: 5. Juni
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8 von 8 Personen (100%) fanden dieses Review hilfreich
18.8 Std. insgesamt
Demonicon erreicht keine herausragenden Qualitäten eines The Witcher, weiß aber auf vielen Linien zu überzeugen.
Das Charaktersystem funktioniert gut, die Vertonung ist sehr gut gelungen, die Kämpfe sind simpel, gehen aber gut von der Hand, das Spiel ist, die richtige Taktik vorausgesetzt, nie unfair, die Grafik ist überwiegend gut - und alles über allem ist die durchgängige Story wirklich gut gelungen.

Demonicon ist kein Open World spiel; das Spiel ist in insgesamt 5 Kapitel aufgeteilt, in denen man sich, im jeweiligen Kapitel / Gebiet, weitesgehend frei bewegen kann. Weitesgehend, weil einige Bereiche nur nach und nach durch die Story freigeschaltet werden. Im groß und Ganzen wir man jedoch durch die Gebiete geführt.
In diesem Gebieten gibt es auch Nebenaufgaben, welche jedoch nur eine sehr triviale Hintergrundgeschichte besitzen, und von den Belohnungen mal abgesehen, zu vernachlässigen sind.
Demgegenüber steht eine gut inszenierte, weitesgehend nachvollziebare Geschichte, mit vielen Entscheidungen, welche immer schwierig sind, weil es keine richtige Entscheidung gibt. Man kann überwiegend nur abwägen, was für das Beste gehalten wird. Diese wirken teilweise jedoch aufgesetzt, es gibt nie neutrale Antworten.

Das Spiel hat viele kleine Schwächen, welche es nicht herausragend machen. Diese sind z.B. kein freies Speichern (es wird jedoch z.B. nach jedem Kampf gespeichert); Kämpfe finden in der Welt statt, haben jedoch eine unsichtbare Mauer, so dass man teilweise überrannt werden kann, da es nicht weiter zurück geht und kein Schnellreisesystem (nicht so wild, wäre aber sinnvoll gewesen).

Im Großen und Ganzen kann ich es jedoch jedem empfehlen, der lineare RPGs mit einer guten Story mag, und keine zu anspruchsvollen Kämpfe erwartet.
Verfasst: 26. April
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5 von 5 Personen (100%) fanden dieses Review hilfreich
19.5 Std. insgesamt
Wahnsinn hab das spiel gerade durch. Auch wenn die Grafik und die Animationen im unteren mittelmaß liegen,
ist die Musik- und Sprecherqualität Top. Das spiel ist insgesamt sehr athmosphärisch und bietet eine lange und spannende Geschichte. Ich muss zugeben, dass ich nur ein teil der Sidequests absolviert hab und keinen einzigen "Tagebucheintrag" gelesen hab. Dafür hab ich mir die Geschichte durch die einzelnen sprecher gern angehört. Ich denke man könnte das spiel in kürzerer Zeit absolvieren oder auch in wesentlich längerer Zeit. Also kann man sagen, dass die knapp 17 stunden spielzeit im Mittelmaß liegen.

Wer also an einem gut erzählten actionreichen phantasy spiel interessiert ist sollte zugreifen.
Verfasst: 29. Juni
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4 von 4 Personen (100%) fanden dieses Review hilfreich
30.9 Std. insgesamt
DRAGON AGE FÜR ARME !!!
Für 40€ viel zu teuer! Alle Quests und Nebenquests gemacht, alles eingesammelt, alle Kisten,Fallen,Verstecke, aber trotzdem in 17 Stunden durch!!! Gesamtspielzeit knapp 30Std, weil man in diesem Spiel absolut nicht Speichern kann, das macht es teilweise recht frustend, wenn man a la Elder Scrolls schnell mal was probiert und es geht schief. Am besten erst alles clearen und dann sammeln - spart Zeit.
Später ist man so stark, daß man als quasi Halbdämon selbst über feindliche Borbaradianer und Dämonen lachen kann, dafür ist es anfangs stellenweise krampfhaftes Kämpfen. Das dumme rumgerolle hat aber ein Ende sobald ihr die Ausweichen- und Kontertraits hochskillt. Ich empfehle Hiebwaffe (mehr Schaden und beste Waffen im Spiel) und möglichst früh gleich neben den Fallentalenten und Kampftraits als erstes Waffen-Talentwert skillen.

Grobe Endgamewerte als Anhaltspunkt:
Die Axt Schrei (15TP - beste im Spiel)
Falks Rüstung (RS:15 BE:8 - beste im Spiel)
Humuskette (beste im Spiel)
...
Mit Hiebwaffentalent 21 + 21KK + Schmuck liegt euer normaler Schaden dann bei 25TP ;D
AT:ca.30 / PA: ca.25 / Krit: ca 33% / Konter: ca 70% / Offensiv: ca 250% / Defensiv: ca 180%
LE:ca.55 / AU:ca.55 / ES:ca.55
Eigentlich braucht ihr nur Dämonische Aura, die Gaben-Magie (Eis,Feuer,Gift) ist deutlich schlechter als Nahkampfschaden. Fernkampf gibts nur als alternative mit Wurfwaffen (kann man aber nicht Skillen - lohnt nur anfangs und gegen die explodierenden Untoten)
Gegen härtere Gegner und Magier: Hammerschlag-Skill [Hiebwaffen] (Magier und Normale Gegner fallen fast 1Hit)
Daher Ausdauer und Essenz mitskillen ab ca II. Akt.

Ziemlich gutes Spiel nachdem man sich erstmal an die eingeschränkte Charakterentwicklung und die konsolenartige Steuerung gewöhnt hat und der Charakter das Kämpfen im 2. AKT beherrscht . Man kann NICHT springen und auch NICHT rennen. Geht aber trotzdem ganz gut, im Notfall immer Rollen - entfällt später^^.
Story ist super, leider sind die Entscheidungen auch eher Fake, weil sich fast nix ändert. Das einzige wofür man sich entscheidet ist die Fraktion in Warunk (Stadtgarde oder Diebesgilde), das man ingesamt 3mal durchkämmt (minimale Änderungen am Setting wegen der fortschreitenden Story)

Für 15€ rum klare Kaufempfehlung, 61% ist angemessen, aber als DSA Fan gibt man dem Spiel dank der detailierten Hintergrundgeschichte und gut erzählten Story wohl doch 75%.
Verfasst: 15. Juli
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80 von 83 Personen (96%) fanden dieses Review hilfreich
31.1 Std. insgesamt
Ein deutsches Witcher für Arme. Das wäre die Kurzbeschreibung. Das Spiel ist in Ansätzen sehr gut, aber zahlreiche technische Defizite machen es schwer Demonicon zu lieben. Im Gegensatz zu Drakensang wird das Szenario diesmal sehr düster präsentiert. Ungewöhnlich für „Das schwarze Auge“. Eine Party fällt ebenfalls flach und man startet mit einem vorgegebenen Charakter. Das Rollenspiel schlägt in die selbe Kerbe, wie der „Witcher“ ohne aber dessen Qualität auch nur im Ansatz zu erreichen. Immerhin gibt es eine vollständige deutsche Synchronisation, da sehr viele und vor allem teilweise ausufernde Gespräche geführt werden, ein dickes Plus. Die Grafik jedoch ist stark angestaubt, selbst das erste Witcher von 2007 hatte hier mehr auf der Pfanne. Dafür wurden die Schauplätze liebevoll gestaltet. Vor allem der Sumpf hat ein paar stimmige Orte. Leider sorgt ein weiteres Manko für Frust. Ähnlich wie „Dragon Age 2“ hat Demonicon nur sehr wenige Schauplätze, die zudem zig mal wiederholt werden. Das Finale findet z.B. dort statt, wo wir das Tutorial machen. Ein Armutszeugnis.

Die Kämpfe sind am Anfang bockschwer, zum Schluss ein Witz. Dies liegt vor allem am sehr komplexen Charaktersystem. Cairon kann vier Zauber lernen, die jeweils um vier Stufen gesteigert werden können. Hinzu kommen ca. 15 Kampffähigkeiten (Rundumschlag, Wuchtschlag; …) und 9 Charakterwerte die sich in jeweils zwei Disziplinen spalten. Man ist ständig damit beschäftigt Cairon zu verbessern. Am Anfang fällt es aber schwer sich für etwas zu entscheiden. Alles steht offen. Lernen wir doch erst mal „Schlösser öffnen“, „Pflanzenkunde“ und „Fallen entschärfen“. Wir wollen ja keine Schätze liegen lassen. Hmm…dann fehlen uns aber Kampffähigkeiten und Cairon ist schwach auf der Brust. Was die Kämpfe nicht gerade vereinfacht. Vor allem die Startphase ist frustrierend. Später verfügen wir über genügend Kampftricks und das Spiel wird sehr leicht. Alles, können wir aber beim besten Willen nicht erlernen.

Na schön, wie sieht denn das Kampfsystem aus? Eigentlich ganz cool, mit Mana wirken wir Zauber, mit Ausdauer setzen wir Spezial-Angriffe ein, Cairon kann zudem Angriffe blocken und Konter-Angriffe starten. Letzteres ist aber für die Katz bzw. sehr schwer umzusetzen. Nicht vergleichbar mit Assassin‘s Creed. Bei mehreren Gegnern geht das Blocken sehr gerne in die Hose. Die Gegner verfügen über unterschiedliche Kampftricks, z.B. Beschwörungen, spucken Gift, Fernangriffe und Flächenzauber. Vor allem die Endgegner sind eine harte Nuss und nur mit bestimmten Taktiken zu schlagen. Das hört sich doch gut an. Ist es im Grunde auch, wenn da nicht die Steuerung wäre. Die Zauber und die Kampfmanöver müssen über die Zahlentasten 1-4 ausgelöst werden. Außerdem muss eine Taste gedrückt gehalten werden, je nachdem ob Zauber oder Kampfmanöver. Dann ist es noch wichtig im Kampf ständig in Bewegung zu bleiben und wegzurollen. Kurz: Das ist zu umständlich. Warum kann ich die Maustaste nicht mit einem Zauber (Rechtsklick) und einen Angriff (Linksklick, normal, Sonderattacke) belegen?

Vielleicht zum Controller greifen. Sowas kann man viel besser umsetzen. Außerdem werden die Kampfareale immer eingeschränkt. Man will weglaufen oder ausweichen und donnert ständig gegen unsichtbare Wände. Was soll der Mist? Und dann das Speichersystem. Es funktioniert nur über „Autosave“, es gibt keine Speicherfunktion. Quicksave sowieso nicht. Man kann noch nicht mal eigene Speicherstände oder Profile anlegen. Man will zwei Partien starten (gut-böse Charakter), ein Freund will das Spiel mal anzocken oder einen Speicherstand anlegen um noch mal von hier zu starten? Das kann man vergessen. Geht nicht. Wenigstens ist der Autosave halbwegs fair.

Die Story dreht sich um Dämonen und Beschwörungen. Bei Cairon und seiner „Schwester“ erwachen plötzlich Gaben. Sie können zaubern und das ganz ohne Ausbildung. Wie ist das möglich. Was verschweigt ihnen, ihr Vater? Die Entwickler haben sich Mühe gegeben viele Entscheidungen, schwere Entscheidungen einzubauen.
Dabei gibt es nur selten schwarz oder weiß, sondern sehr oft Grau. Ein Kannibale hält seine Opfer mit Blutmagie gefangen. Wenn wir ihn töten, sterben die Gefangenen qualvoll. Aber die Gefahr die von den Kannibalen ausgeht ist gebannt. Oder lassen wir ihn laufen? Dann können wir zwar die Opfer befreien, doch das Scheusal kann weiter morden. Die Entscheidungen haben oft noch spätere Auswirkungen. Gut gemacht, das reicht fast an das erste Witcher heran. Außerdem bekommt man kleine Videosequenzen gezeigt, die die Auswirkungen der Entscheidung illustrieren. Ebenfalls aus „The Witcher“ bekannt. Trotzdem klasse.
Abgesehen von ein paar wenigen Nebenaufträgen, verläuft Demonicon fast auf Schienen. Für ein Rollenspiel ist es ganz schön eingeschränkt. OK, Mass Effect verläuft ebenfalls sehr linear. Die Musik ist gut, aber größtenteils unauffällig.

Fazit: Ja…ganz nett. Immerhin ist es das Erstlingswerk des Entwicklers. So gesehen haben sie sich sehr gut geschlagen. In die Fußstapfen ihres großen Vorbild „The Witcher“ konnten sie aber nicht treten. Beim nächsten Mal bitte eine bessere Grafik, eine freie Speicherfunktion, mehr Schauplätze und eine leicht von der Hand gehende Steuerung. Dann könnte man wenigstens dem ersten Witcher das Wasser reichen. Noumena Studios hat auf jeden Fall Potenzial und wäre ein toller Ersatz für Radeon Labs (DSA: Drakensang).
Verfasst: 27. November 2013
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